Legionellenprüfung in Wohngebäuden

Legionellen, sind im Wasser vorkommende Bakterien, die sich besonders gut bei 25 bis 50 Grad Celsius bei geringer Frischluftzufuhr vermehren und über das Trinkwasser auf den Menschen übertragen werden können. Durch das Einatmen von nebelig zerstäubtem Wasser, das mit Legionellen befallen ist, z.B. über eine Klimaanlage oder beim Duschen können Legionellen tief in die Lunge eindringen und eine schwere Lungenentzündung verursachen, die in Einzelfällen sogar tödlich enden kann. Gerade Mehrfamilienhäuser gelten als regelrechte Brutstätten für die gefährlichen Erreger.

Aus diesen Gründen entstanden neue Pflichten und Haftungsrisiken für Eigentümer, Vermieter und Verwalter von Gebäuden mit zentraler Trinkwassererwärmung. Somit trat erstmalig im Jahr 2001 die Trinkwasserverordnung (TrinkwV) mit dem Ziel, einen besonders hohen Qualitätsstandard unseres Trinkwassers in Deutschland zu gewährleisten, in Kraft. Mit der ersten Änderung dieser Trinkwasserverordnung zum 01. November 2011 müssen auch Mehrfamilienhäuser mit zentraler Warmwasserbereitung auf gesundheitsschädliche Legionellen untersucht werden. Damit verpflichtet die Verordnung Vermieter und Verwalter einer Legionellen-Infektion entgegen zu wirken und vorhandene Großanlagen, die Einrichtungen zur Trinkwassererwärmung enthalten, in denen es zu einer Vernebelung des Trinkwassers kommt, mindestens alle drei Jahre auf Legionellen untersuchen zu lassen. Die Pflicht zur ersten Untersuchung endete bereits zum 31. Dezember 2013.

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