Eichfristen

Wärmezähler und Wasserzähler (Kalt- und Warmwasserzähler) unterliegen der Eichpflicht. Die Eichgültigkeit kann durch eine Eichung oder eine Beglaubigung der Messgeräte hergestellt werden. Eichung und Beglaubigung sind gleichwertig. Sie sind in der technischen Durchführung identisch und unterscheiden sich nur darin, von wem sie durchgeführt wurden, dem Eichamt (Eichung) oder einer staatlich anerkannten Prüfstelle (Beglaubigung). Wärmezähler und Wasserzähler werden in der Regel beglaubigt, weil die Eichämter personell nicht in der Lage sind die Vielzahl der eichpflichtigen Geräte zu prüfen.

Die Eichfristen/-intervalle betragen bei:

  • Wärmezählern 5 Jahre
  • Warmwasserzähler 5 Jahre
  • Kaltwasserzähler 6 Jahre

Die Eichintervalle sind in der Eichordnung festgelegt. Für die Einhaltung der Eichfristen ist der Betreiber der Messgeräte verantwortlich. Das ist bei Mietwohnungen der Vermieter, bei Eigentumswohnungen jeder Wohnungseigentümer. Die Pflicht zur Nachbeglaubigung kann ggf. durch einen Wartungsvertrag auf den Gerätehersteller übertragen werden.
Jedes geeichte bzw. beglaubigte Gerät wird mit einer Kennzeichnung versehen, die die Prüfstelle und das Jahr der Durchführung der Eichung bzw. Beglaubigung nachweist.
Die Verwendung ungeeichter Geräte stellt eine Ordnungswidrigkeit dar, die mit einer Geldbuße geahndet werden kann.
Ferner kann die Verwendung ungeeichter Messgeräte den Mieter veranlassen Abrechnungen, die auf Abrechnungsergebnisse von ungeeichten Geräten beruhen, anzuzweifeln.
Rechtsgrundlage der Eichung von Messgeräten ist, das Eichgesetz und die Eichordnung.

Heizkostenverteiler sind nicht eichpflichtig, sie unterliegen nicht dem Eichgesetz.

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